Stummfilm-Symposium 2012

Das Programm des 4. Stummfilm-Symposiums in Heidelberg

Samstag, den 11.02. 2012

18:30
Begrüßung

19:00 Intro & Referat

19:30 Film "Balletdanserinden" (Ballettänzerin) DK 1911 (45 min) Regie: August Blom

Musikalische Begleitung: Safarisounds

20:15 Gespräch

20:45 Pause

21:00 Referat und Gespräch

21:30 Film "Det hemmelighedsfulde X“ (Das geheimnisvolle X) DK 1914 (85 min) Regie: Benjamin Christensen

Musikalische Begleitung: Glaswald

23:30 Schluß



Sonntag, den 12.02. 2012

16:00
Kaffee und Werkstattgespräch (Gespräch über die Schwierigkeiten der ersten Literaturverfilmungen am Beispiel von  "Atlantis", einem Roman von Gerhart Hauptmann , der 1913 von August Blom verfilmt wurde)

17:45 Pause

18:00 Referat

18:15 Film "Klovnen" (Der goldene Clown) DK 1926 (128 min) Regie: A.W. Sandberg

Musikalische Begleitung: SomeSwing

20:15 Gespräch

20:30 Pause

20:45 Referat

21:00 Film "Häxan" (Die Hexe) SV 1922 (107 min) Regie: Benjamin Christensen

Musikalische Begleitung: Pathetic Waste of Talent

23:00 Abschluß


 

 

Dänischer Stummfilm – Erfolg und Niedergang eines europäischen Filmzentrums

Die Blüte des dänischen Stummfilms war kurz, aber nachhaltig. 1906 wurde von dem ehemaligen Zirkusakrobaten Ole Olsen die Nordisk Films Compani gegründet. Damit war der Grundstein für die Geschichte der skandinavischen Filmgeschichte gelegt. Überraschend erfolgreich konnten hier talentierte Filmemacher zusammen mit Theaterschauspielern Filme drehen, die nicht nur für Dänemark, sondern für den internationalen Markt produziert wurden. Man entwickelte ein Distributionssystem und warb erstmals gezielt mit weiblichen Filmstars wie Asta Nielsen. Man setzte auf Unterhaltungsstoffe und erotische Melodramen, aber versuchte auch mit den ersten Literaturverfilmungen die bürgerlichen Kreise für das Kino zu gewinnen. Wie aber kam es, dass sich gerade in einem Land wie Dänemark für eine bestimmte Zeit kreative und innovative Filmregisseure die Gelegenheit fand, eine ambitionierte und erfolgreiche Filmindustrie aufzubauen, die z.B. der Deutschlands zu diesem Zeitpunkt weit voraus war? Kunst und Kommerz, Tingeltangel und Autorenfilm schienen für einen Moment kein Gegensatz zu sein, ein spannender Moment und eine Weichenstellung in der europäischen Filmgeschichte, der auf diesem Symposium nachgezeichnet werden soll.

 




Das Team von Studierenden verschiedenster Fakultäten wird wieder ein ungewöhnlich hochwertiges Programm zusammenstellen können. Im Rahmen der Kineskop Filmschule unterstützen die Aktive Medienarbeit des Medienforums Heidelberg e.V. und Archi-Film e.V. erneut dieses ambitionierte Vorhaben. Wieder begleiten Musiker des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Heidelberg die Filme des Symposiums.




Termine: 11. und 12. Februar 2012

Veranstaltungsort: Karlstorkino Heidelberg

Eintrittspreise:

gesamtes Symposium: € 22.- / 18.- ermäßigt

Einzelfilm: € 7.- / 6.- ermäßigt

Kartenreservierung empfohlen unter: 06221 / 978918 oder medienforum@gmx.de