informationen zur musik

 

Live-Musik und Stummfilm ist eine intermediale Verknüpfung zweier künstlerischer Ausdrucksmedien, die in ihrer einzigartigen Verbindung den dramaturgischen Handlungsprozess für den Zuschauer verdichten. Die Musik übernimmt hierin die Sprache der des natürlichen Tons beraubten Bilder und verstärkt sie hinsichtlich ihrer emotionalen Pathosebene. Dabei sind der musikalischen Realisierbarkeit keine Grenzen gesetzt, da sie neben der visuellen Konserve stets variabel und neu definierbar bleibt.

Mit der gegenwärtigen Renaissance des Stummfilms scheint auch dieses musikalische Kinoethos wieder neu auf zu leben. Ist es doch gerade diese Art des heute Andersartigen, was den Kinogang zum Erlebnis macht und viele Besucher damit in die Säle lockt. Dabei ist diese Aufführungspraxis fast genauso alt wie das Genre des Stummfilms selbst. Es war üblich, dass im Kinosaal eigens darauf trainierte Musiker die Begleitung der Filme übernahmen und sich dabei eines umfangreichen, musikalischen Vokabelkanons bedienten, der sich mit der Zeit im Kinobetrieb zu etablieren begonnen hatte. Während innerhalb dieser Tendenzen individuelle Erregungszustände in stereotype Klangmuster gezwängt wurden, entstanden demgegenüber zunehmend Initiativen einer eigens für den Film komponierten Musik. Ein Exemplum dafür ist „Das neue Babylon“ von Grigorij Kosinzew ( Григорий Михайлович Козинцев) & Leonid Sacharowitsch Trauberg (Леонид Захарович Трауберг) aus dem Jahre 1929, für den der russische Komponist Dmitrij Dmitrievič Šostakovič (Дмитрий Дмитриевич Шостакович) eine eigene Filmmusik schrieb.

Die Innovation des Heidelberger Stummfilmsymposiums ist nicht nur die verstärkt studentische Beschäftigung mit der inhaltlichen Schwerpunktsetzung im Vorfeld, kulminierend in Vorträgen und Gesprächen am Symposiumswochenende, sondern auch die musikalische Auseinandersetzung hinsichtlich opportuner Vertonungsmöglichkeiten. Schon zum dritten Mal übernehmen Studenten des Musikwissenschaftlichen Seminars Heidelberg diese Aufgabe. Via Live-Konzert präsentieren sie dem Publikum ihre Interpretation der Bilder und wagen damit einen Spagat zwischen vergangenen Konventionen und der Gegenwart.

 

Glaswald

ist ein Improvisationskollektiv, das offiziell 2004 von Martin Pohl und Wolfgang Kirchheim ins Leben gerufen. wurde. 2009 stieß Simon Köb als festes Mitglied zu der Formation.

weitere Informationen unter

http://www.myspace.com/glaswald

http://www.myspace.com/pontifunk

http://www.myspace.com/kirchheim

http://www.schoenermusic.net/

 

Fashion Jonny

Er erfindet die musikalische Folklore für eine wachsende Population von "digital natives" im Zeitalter der digitalen Naivität.

weitere Informationen unter

http://soundcloud.com/fashionjonny

 

Crumpled Tones

ist die spannungsreiche Gegenüberstellung von Gegensätzen: Komplexität trifft auf Einfachheit, Streicher auf Schlaginstrument, akustische auf elektrische Musik.

weitere Informationen unter

http://www.myspace.com/crumpledtones